Aktuelle Entwicklung gestoppt

Auch der jüngste Vorstoss, die Verhältnisse im Fachverband endlich der aktuellen Lage anzupassen und zukunftsorientiert arbeiten zu können, ist leider gescheitert. Auch der erfolgreichste Rodelclub der Schweiz, der auf allen Ebenen den Rodelsport gefördert und gepusht hat, kam mit seinem Antrag (Abwahl des aktuellen Präsidenten) nicht durch. 

Damit werden dringende Arbeiten, die fällig wären, um das neugeformte junge Rennteam auf Eis weiter zu bringen verunmöglicht. 

Beide hoffnungsvollen Athletinnen des TSR, welche heuer wirklich tolle Fahrten im Weltcup zeigen konnten,  ziehen sich zurück und stehen für weitere Weltcups nicht mehr zur Verfügung. Das TSR wird aufgelöst.

Den Renn- Sport unter Verhältnissen auszuführen, wie sie sich in diesem Winter seitens SSN "geboten" haben, ist sinnlos.

 

Die Trainingswochen und Fahrten auf Eis werden für die betroffenen jugendlichen Damen abseits des Weltcups, rein privat fortgesetzt. Die Woche ist bereits voll geplant, die nötigen Reservationen gemacht. Die Athletinnen und Athleten des SRCG finden in uns weiterhin Partner und sind auf deren Anfrage natürlich  mit eingeladen. Allerdings können wir nicht mehr proaktiv auf sie zugehen und die Infos werden nicht mehr publiziert.

 

Der Athletenvertreter des Rennteams erhält den kompletten Mailverkehr der letzten beiden Jahre zwischen Vorstand und mir zur Einsicht. Damit die Kader- Sportler auf anderem Wege erfahren können, was wirklich "geleistet" wurde von gewissen Herren und was die wahren "(Personal-) Ziele" des Vorstands SSN sind. Für Dritte ist es ganz einfach unfassbar.

 

Für die Mitglieder des ehemaligen TSR bedeutet das:  "GAME OVER" unter dem Willkür- Dach von SSN.  Endgültig.

 

Eine Rückkehr ist nur unter völlig neuen personellen Strukturen möglich. Oder dann später als privates Rennteam, oder unter neuer Flagge. Die Zukunft wird es weisen. Das Ziel bleibt für unsere (und hoffentlich auch für die übrigen) AthletInnen erhalten: Podestfähigkeit bis zur WM 2021. Dafür werden sie im kommenden Winter sogar mehr Fahrten machen, als heuer.  

 

Es wäre schön, wenn die dem SSN zugehörigen Clubs mal die Sachlage eingehender prüfen würden und ihre Stimmen differenzierter einfliessen lassen würden. Ich bin überzeugt, dass niemand, der ernsthaft will, dass der Rodelsport weiter wächst, etwas dagegen haben kann, dass es auch ein internationales Rennteam unter geordneten Verhältnissen gibt. Nur die Stimmen der Clubs können die Situation noch retten. Ob der "Verband im Verband", also der BRSV wirklich einheitlich seine Stimmen zugunsten des Status Quo vergeben will (und keine einzige der Stimmen hat mit Rennrodeln zu tun!), darf man mindestens bezweifeln. Komisch erscheint mir, dass dennoch immer "alle Bündner" für oder gegen was sein sollen, obwohl ich/ wir uns an etlichen Events, Plänen und Entwicklungen immer für die Bündner eingesetzt haben. Auch für Hornschlittler, mit denen ich gemeinsame WM/ EM organisiert und absolviert habe. Oder das Projekt Calmut stets mit allen Bündnern angegangen bin. Dass es am Geld scheiterte, kann man mir nicht vorwerfen... 

Mit einer gewünschten Neustruktur und neuen Personen in der Führung wären weder ein nationaler Swisscup, noch irgendwelche SM's, geschweige denn lustige Parallelanlässe für Werbezwecke in Gefahr. Im Gegenteil. Die Disziplinen könnten endlich normal arbeiten. Wie angebahnt. Unkoordiniertes und Einmischen in Dinge, die gut laufen (durch "Koordinatoren", die sich primär selbst feiern, deren Homepage spricht für sich...) würde unnötig. Und Fairness (Fokussierung auf Junge und den Sport, statt auf Regionen und Egos) würde wieder für alle gelten.

Es solle niemand behaupten, "unsere Seite" (also die, die das Fernziel Weltcup stets konsequent verfolgten!) sei unfair gewesen. Ich war einfach hart in der Wortwahl gegenüber jenen, die unlauter werken. Aber die kritisierten groben Missstände bestehen nun mal und müssen auf den Tisch. Heute mehr denn je.

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 Alex Elsässer,  ehem. TSR, 15.4.2018

 

 

 

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