EQUIPE DE FRANCE (JUNIORS)

Das junge FIL- Weltcupteam Frankreichs besteht erst seit 2017. Die Athletinnen stammen aus dem Club von Albertville (Département Savoie), der Stadt wo die olympischen Winterspiele 1992 ausgetragen wurden.

Lizenzwechsel Team Seelandrodler Aarberg

Per sofort starten Lena & Tina Elsässer für die französische Rennrodelequipe. 

Diese stammt aus dem Raum Albertville (Olympiastadt 1992, knapp 20'000 Einw.)) und ist Mitglied beim landesweiten Eissportverband FFSG (Fédération Francaise des Sports de Glace). Unser Mitgliedsantrag wurde von diesem rasch und ohne Zögern gutgeheissen. 

Lena und Tina, sowie deren Eltern sind im schweizerischen Bobverband Swiss Sliding (Dachverband) gross geworden und wurden durch diesen auch unterstützt. Insofern ist der Landeswechsel zu bedauern.

Die unlauteren Vorkommnisse beim Vorstand "Fachverband Naturbahnrodeln SSN" haben diesen Wechsel enorm beschleunigt. Zugunsten des Sports und der jungen Athletinnen macht er absolut Sinn und wir können uns um den weiteren gezielten Aufbau kümmern. Nun eben unter der Trikolore. Hauptsache es geht um die Jungen und die Sache!

 

Wir werden alles dafür tun (wie vorher für die Schweiz!), damit die schöne Disziplin Naturbahnrennrodeln weiter wachsen kann. In Albertville bieten sich sensationelle Infrastrukturen und Anreize, den Rodelsport bekannt zu machen. Auch für spätere Wechsel in die Kunstbahn sind dort die Wege frei. Vielleicht sogar in den Damenbobsport...!? Aber erstmal gilt es nun, für die neue "Equipe" im NB- Rodeln Erfolge anzupeilen.  

 

Den verbleibenden Schweizer Athletinnen und Athleten (alle aus Grindelwald) wünschen wir genauso viel Zuversicht und Erfolg bei allen kommenden Rennen! Mit Jérôme Almer, Natascha Amacher, Dani Moser sind dort Athleten dabei, die sich selbst (in Grindelwald) zu helfen wissen werden. Wir werden auch künftig zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen.

 

Der französische Verband FFSG vereint alle Disziplinen, die mit Eis in Berührung kommen. Damit auch Rennrodeln auf Naturbahn, eine faszinierende Disziplin, die speziell in Savoyen noch grosse Ausbauchancen haben wird. Zudem gelingt dort sicher die gewünschte Symbiose zwischen Naturbahn und (olympischer) Kunstbahn, denn in Albertville wird bekanntlich Bobsport, KB- Rodeln und Skeleton schon gross geschrieben und fleissig betrieben.

Daphne Vanhoutte (Jg. 2003), Albertville (F). Mitglied im französischen Rennkader Naturbahnrodeln. Dank fleissigem Training und ersten Juniorenweltcups innerhalb der FIL- Gruppe wird sie rasch weit nach vorne kommen. Die Lady kennt keine Angst vor hohen Tempi! Und Bobfahren tut sie "zum Ausgleich" auch noch grad...

 

Daphne Vanhoutte im herbstlichen Training in Albertville.

Charlotte Roche (Jg. 2001), ebenfalls Albertville ist eine weitere sehr sportliche Juniorin, die heuer für die "Equipe" starten wird. Sie hat ebenfalls schon erste Einsätze (FIL- Gruppe 2017/ 18) hinter sich und wird Ende Dezember hoch motiviert auf der Winterleiten antreten. Aktuell heilt die künftige Sportstudentin noch eine Sehnenverletzung aus,  orientiert sich aber zielstrebig nach vorne.

 

Charlotte Roche wird ebenfalls im Juniorenweltcup starten.

Mareva Gilly (Jg. 2003) haben wir soeben bei ersten Rollentrainings in Albertville kennengelernt. Und auch diese junge Lady hat beste Voraussetzungen und die Hartnäckigkeit, rasch und erfolgreich in den neuen Sport zu gelangen. Wir waren ob ihren ersten gezeigten Fahrten (immerhin weit über 50 Läufe in zwei Tagen) begeistert! Und ihre Eltern unterstützen sie mit allen Mitteln. Ihr Einstieg auf Eis erfolgt innerhalb der FIL- Gruppe, ebenfalls auf der Winterleiten. Für regelmässige J- WC- Fahrten ist es aber noch zu früh.

 

Mareva Gilly wird heuer erste Fahrten auf Eis absolvieren. Den Spass auf Rollen kennt sie bereits.

Ayrton Vanhoutte (Jg. 06) aus Albertville hat bei unserem ersten Weekend vor Ort nach wirklich intensiven Trainings ebenfalls grossen Eindruck gemacht. Seine Lernfähigkeit ist hoch, seine Leidensfähigkeit auch. Und er will nach oben! Seine Voraussetzungen sind ideal, seine Eltern sind aktive "Rodelförderer" und wir zweifeln keine Sekunde, dass er diese Möglichkeiten voll ausnützen wird. 

 

Ayrton beim Starttraining in Albertville. Das geht (auf Grund noch fehlender NB- Geräten) auch auf KB- Rodeln.

Alle Anlagen zur Förderung einzelner Aspekte des Rodelsports sind in Albertville vorhanden.

Weitere Jugendliche und Junioren stehen bereit in Albertville und freuen sich auf nächste Trainings auf Teer, Schnee und bald auf Eis. Beim Verband FFSG laufen die Drähte heiss, um die Infrastrukturen zu erweitern. Speziell im Winter. Infos folgen demnächst.

Was wir am 27./ 28.10. in der Stadt erleben durften, war bemerkenswert! Die Sommer- Trainingsbahn stellt vieles in den Schatten, was wir anderswo gesehen haben. Praktisch im Ort selbst gibt es eine fantastische geteerte Strecke mit Kehren und Kurven, die einen gezielten, effektiven Aufbau erlauben wird. Und die 5m breite Bahn wird anderweitig nicht benutzt! Besser geht's kaum! 

Unser Fazit: Die "Zukunft" für französische Rodler(-innen) hat schon begonnen! Wille und Motivation zum raschen Aufbau sind da. Und am wichtigsten: Es geht ausschliesslich um Junge! Für anderes wird keine Sekunde und kein Euro aufgewendet. Genau so, wie' s sein soll. Die neuen Renndresses wurden innerhalb vier Tagen organisiert und den Athleten überreicht! Für weiteres Material, speziell Rodel sucht man bereits nach gezielten Lösungen, so dass ohne Unterbruch etwas angeboten werden kann. Denn für Frankreich, wo NB- Rodeln noch unbekannt ist, benötigt man eines überzeugenden Angebots. Athletische Jugendliche gibt's in der Olympiastadt zur Genüge! 

Lena (Jg. 2001, Aarberg) und ihre Schwester Tina Elsässer (Jg. 2004) fahren neu und per sofort für die Equipe de France und werden somit Teampartnerinnen von Daphne, Charlotte, Mareva, Ayrton, sowie weiteren, im Aufbau begriffenen französischen Athleten. Für die erste Saison im anstehenden Winter werden die beiden noch autonom an Rennen begleitet (weil schon erfahrener und deshalb nicht Teil der FIL- Gruppe). Wir sind überzeugt, dass sie im neuen frischen Umfeld sich nun voll aufs Rennfahren konzentrieren können und gemeinsam mit den neuen Sportfreundinnen aus Albertville noch viele Stricke zerreissen werden. Bonne chance!

Tina in Albertville im Herbsttraining.

Unfall von Lena in Kühtai...

Lena ist am ersten Weltcuprennen der Saison leider beim ersten Trainingslauf gestürzt. Beim Aufprall an die Aussenbande der engen K 2 hat sie beidhändige Speichenbrüche erlitten. Die Genesungsphase wird länger dauern als die verbleibende Wintersaison. Lena wird ihren weiteren Aufbau im Weltcup erst im Winter 19/ 20 angehen können.

Wir wünschen ihr dennoch bald wieder wachsende Zuversicht! Das Rodeln wird sie nicht verlernen. Ihre Freude daran hoffentlich auch nicht. Als Betreuerin wird sie den übrigen Equipe- Athletinnen heuer an einigen Weltcups und der J- EM mit Rat beiseite stehen. Den andern jungen Damen der "Equipe" wünschen wir von Herzen, dass sie trotzdem optimistisch und mutig ihre Ziele werden erreichen können!

Der Rennrodelsport auf Eis ist, wie auf dieser Seite schon beschrieben, jederzeit gefährlich, wenn kleine Details nicht stimmen. "Freie Sturzräume" gibt es in dieser Disziplin nicht. Nur sehr harte Banden, die jeden Fehler sofort schmerzhaft bestrafen. . Leider hat es nun Lena "erwischt". Sie und wir werden daraus Schlüsse ziehen, denn die Umstände grad unmittelbar vor ihrem Start waren infolge "administrativer Bedürfnisse" etwas arg speziell und hatten wohl auch Einfluss auf ihre Konzentration.

  

Photo: Heidi Bürger (photocommunity.de)

Umhausen am 30.12.2018. Tiroler Meisterschaften im Rennrodeln. Tina nützt die Möglichkeit der Teilnahme und fährt in der Gästekategorie mit. Dort fahren auch Tina Unterberger (links) und Michelle Diepold (Mitte), beide Topfahrerinnen im Allg. Weltcup. Und freuen sich über gute Fahrten auf der Grantaustrecke! Tina kann sich gegenüber dem Vorjahr zeitlich deutlich steigern und sich vorallem nötige Sicherheit holen, bevor es für sie auf der Seiseralm zum ersten J- WC- Start kommt. Nach Lenas Unfall war das wichtig. Bild: Podest Gästeklasse Damen; Photo: AE

Daphne, Tina und Charlotte am 2. J- WC auf der Seiseralm vom 6.1.19; alle drei dürfen über die gezeigten Leistungen zufrieden sein und sich erstmals als Team präsentieren. Im Bild fehlt Lena, die mit Verletzung die Saison streichen muss, aber als wichtige Betreuerin dabei war. Photo: Lena Elsässer

Das neue Umfeld in Frankreich: Wintersport vom Feinsten...

HIER finden Sie Infos zu den besten 10 Wintersportresorts der Savoye (F).

Bald schon mit geeigneten Rodelbahnen für Sportrodeltrainings...!